Es ist interessant zu beobachten, wie ethische Einsichten zunehmend Einzug in seriöse Diskussionen über die Wirtschaft halten. Wann immer heute über die Shareholder Value als Unternehmensziel gesprochen wird, dann warnend. Die Wertschöpfung soll morgen nicht nur Gewinne bedeuten, sondern auch soziales Ansehen, ökologisches Handeln und sinngebende Beschäftigung.
Es hat eine Million Jahre gedauert, bis die Menschen mehrheitlich zu der Überzeugung gelangten, dass es für sie besser ist, sich unegoistisch an gewisse Regeln zu halten. Im Falle des Verhaltens auf Märkten haben wir lediglich 250 Jahre gebraucht. Die Gesellschaft ist also lernfähig! Hätten wir nur öfters unseren gesunden Menschenverstand und unser Gewissen benutzt, anstelle blind verschiedenen einen absoluten Anspruch erhebenden Theorien zu verfallen, hätten wir es schon immer gewusst, dass egoistisches Verhalten allein jedes soziale System zerstören muss.
Die Aufgabe beginnt allerdings erst mit dieser Erkenntnis. Was bedeutet Moral für Unternehmen? Wie wird ethisches Verhalten gut fürs Geschäft?
Ethische Regeln sind auf der Ebene der Unternehmen und Organisationen wahrscheinlich nicht viel anders als bei Individuen. Unternehmen sind aber komplexe soziale Systeme, deswegen reichen Vorbilder und gut gemeinte Appelle nicht aus. Auch die Frage der Bestrafung ist unklar. Man kann sich trotzdem so etwas wie kollektives Gewissen durchaus vorstellen. Das Nachdenken über die Kultur und den Zweck von Unternehmen sowie die Suche nach einer Vision und Mission, die den eigenen Mitarbeitern und Kunden als sinnstiftend erscheinen sollen, ist in ihrem Wesen nichts anderes als eine Suche danach.
Aber auch wenn wir schon einiges darüber wissen, wie man ein solches funktionierendes kollektives Gewissen schaffen kann, bleibt die Frage offen, welches ethische Verhalten das Unternehmen konkret haben will und wie dieses Verhalten dauerhaft erhalten bleiben kann.
Ein Unternehmen ist nicht nur ein komplexes soziales System, sondern hat auch einen ökonomischen Zweck zu erfüllen. Um das zu erreichen, hat es aus gutem Grund eine Struktur, Organisation, Prozesse und Richtlinien. Wenn man in einem Unternehmen die ethische Dimension implementieren möchte, muss man bei der Struktur, Organisation, bei Prozessen und Richtlinien einsetzen.
Die Unternehmen werden in diesem Jahrhundert ein anderes Business-Design brauchen, eins, das ihnen Sinn verleiht, ohne die Effektivität zu opfern. Im Grunde muss die Effektivität (also Wertzuwachs, wobei der Wert breiter verstanden wird als nur Euros) sogar noch schneller steigen, weil der wachsende globale Wettbewerb natürlich keine Pause plant, um uns Zeit zu geben, uns mit der Ethik zu beschäftigen!
Ist solches Business-Design möglich? Wie ist eine Organisation des Unternehmens zu bewerkstelligen, die alle seine Werte (also auch die sozialen, ethischen, gesellschaftlichen, ökologischen) schneller als die Konkurrenten wachsen lässt?
Aber auch, welches Wertesystem der Daseinsberechtigung meines Unternehmens am besten Rechnung trägt und wie es uns konkret helfen kann, uns erfolgreich im Wettbewerb zu behaupten.
Bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen möchte Business Leaders Management Consulting mit Ihnen zusammenarbeiten.